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26. Feber 2024
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Tiergarten Schönbrunn: Der älteste Zoo der Welt

Im Tiergarten Schönbrunn in Wien-Hietzing können exotische und heimische Tiere ganz aus der Nähe betrachtet werden. Ob Giganten wie Giraffen, Raubtiere wie Löwen, Publikumslieblinge wie Pandas oder heimische Tux-Zillertaler Rinder: Die Artenvielfalt ist groß. In den unterschiedlichen Arealen warten Erlebniswelten, die für tierisches Vergnügen sorgen. Unbedingt sollte man auch bei einer Fütterung zusehen. Um Zeit zu sparen, können Tickets im Vorhinein gekauft werden.

Giraffenmädchen Amari frisst in ihrem Gehege im Tiergarten Schönbrunn ein Blatt
Im Tiergarten Schönbrunn gibt es immer wieder Nachwuchs – so auch bei den Giraffen. © Daniel Zupanc

Ganz klar: Wer in Wien in die faszinierende Welt von heimischen und exotischen Arten eintauchen möchte, kommt nicht am Tiergarten Schönbrunn vorbei. Der Zoo ist der älteste der Welt, Teil des UNESCO-Weltkulturerbes Schönbrunn und die Heimat von mehr als 7.800 Tieren. Bei einem Besuch des 17 Hektar großen Areals erwarten Klein und Groß spannende Einblicke in verschiedene Lebenswelten.

Zu den Highlights zählen das Koala-Haus, der Südamerika-Park, das Aquarien- und Terrarienhaus, das Polarium, die ORANG.erie der Orang-Utans und das Regenwaldhaus. Für Begeisterung sorgen außerdem ein Naturerlebnis- und ein 160 Meter langer Baumkronenpfad sowie der Streichelzoo.

Vom Regenwald bis zur Eislandschaft

Direkt neben dem Haupteingang des Tiergartens Schönbrunn liegt das Koala-Haus. Dort leben nicht nur die süßen Beuteltiere, in direkter Nähe befinden sich auch Blauzungenskinks, Kragenechsen, Gespenstschrecken und Benettkängurus. Weiter geht es in die Höhle der Löwen. Die Anlage der Großkatzen wurde 2022 modernisiert und mit einer großzügig angelegten Felsenlandschaft ausgestattet. Ein Affentheater erwartet Besucher in der ORANG.erie. Sie wurde im 19. Jahrhundert unter Kaiser Franz I. erbaut und ab 1920 als Filmatelier genützt. Heute ist sie das Zuhause der Orang-Utans.

Im Regenwaldhaus geht es heiß her – bei ganzjährig 25 Grad und 80 Prozent Luftfeuchtigkeit. Dort wohnen die seltene Batagur-Schildkröte, diverse Vogelarten, Riesenflughunde, Pythons, Zwergotter und Fidschileguane. Gleich gegenüber gibt es ein Kontrastprogramm: Im Wüstenhaus wuseln zwischen Kakteen Klapperschlangen, Nacktmulle und bunte Vögel im Wüstenhaus.

Winterfans kommen im Polarium auf ihre Kosten. Zu sehen sind unter anderen Mähnenrobben, die bis zu 13 Meter lang werden können. Außerdem watscheln Felsen- und Königspinguine auf der Eislandschaft bei zehn Grad Raum- und acht Grad Wassertemperatur herum. Auf der anderen Seite des Solariums finden sich weiße Riesen: Die Eisbären wohnen im Franz-Josef-Land auf einer Fläche von 1.700 Quadratmetern.

Wer verschnaufen möchte, hat die Auswahl vom Café über den Imbissstand bis zur Eisbar. Um den Überblick zu behalten, kann der Zoo Plan heruntergeladen werden. Um langes Schlangestehen zu vermeiden, macht es auch Sinn, Tickets online zu kaufen.

Fütterungen und Events

Vor einem Rundgang sollte man nicht vergessen, den aktuellen Fütterungs- und Trainingsplan einzusehen. Denn im Laufe des Tages machen die Tierpfleger unter anderem bei den Elefanten, den Mähnenrobben, den Pinguinen, den Wölfen und den Tigern Halt. Wer noch mehr über die Tiere erfahren möchte, nimmt an einer der Themenführungen teil oder begibt sich auf eine Backstage-Tour. Zu den weiteren Programm-Höhepunkten im Tiergarten Schönbrunn gehören das Safari-Dinner im Kaiserpavillon, Kindergeburtstage, Tierpflege-Workshops und die „Giraffen-VerFührung“. Dabei können die Teilnehmer die schönen Riesen auf Augenhöhe kennenlernen und füttern.

5 Dinge, die man gesehen haben muss

  • zumindest eine der Fütterungen
  • das Training der Elefanten
  • das Polarium
  • das Regenwaldhaus
  • die ORANG.erie

Facts and Figures Tiergarten Schönbrunn

  • 1552 war in Wien zum ersten Mal ein Elefant zu sehen. Sein Gehege befand sich in der Menagerie von Schloss Ebersdorf.
  • Der Tiergarten Schönbrunn wurde 1752 als kaiserliche Menagerie neben dem Schloss Schönbrunn errichtet.
  • Kaiser Joseph II. organisierte Expeditionen nach Afrika und Amerika, um Tiere nach Wien zu bringen. Nach und nach zogen exotische Tiere wie Elefanten und Giraffen in die Stadt. 
  • Im Zentrum des Zoos liegt der oktogonale Pavillon mit einem Deckenfresko von Gregorio Guglielmi. Er diente als Frühstückspavillon und gestattete die Betrachtung der in 13 konzentrischen Logen ausgestellten Tiere.
  • Jährlich besuchen mehr als zwei Millionen Personen den Tiergarten.
  • Zwischen 2008 und 2021 erhielt der Tiergarten Schönbrunn sechs Mal in Folge den Titel Bester Zoo Europas.
Tiergarten Schönbrunn Maxingstraße 13b
1130 Wien
info@zoovienna.at
01/877 92 94-0
https://www.zoovienna.at
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