Auf über 1.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche entführt das Felsenmuseum Bernstein seine Besucher in eine faszinierende Welt voller Edelsteine, Mineralien und Bergbaugeschichte. In fünf spannenden Ausstellungen kann die Geschichte des Edelserpentins, der Abbau von Edelsteinen und die Handwerkskunst vergangener Jahrhunderte hautnah erlebt werden.
Einblicke in die Welt des Bergbaus
Ein absolutes Highlight des Museums ist das Schaubergwerk, das Besucher tief in die unterirdische Welt des Bergbaus eintauchen lässt. Hier offenbart sich nicht nur die Geschichte des örtlichen Bergbaus, sondern auch eine beeindruckende Sammlung seltener Materialien und Kristalle aus den Tiefen der österreichischen Berge, kunstvoll präsentiert in gläsernen Felsenvitrinen.
Die Schatzkammer beherbergt eine erlesene private Kollektion außergewöhnlicher Edelsteine. Diese kostbaren Fundstücke erzählen von der Faszination für die verborgenen Schätze der Erde. Auch Technikbegeisterte kommen auf ihre Kosten. Zahlreiche Originalmaschinen und historische Werkzeuge veranschaulichen eindrucksvoll die harten Arbeitsbedingungen der einstigen Bergleute.
Meisterwerke aus Stein und Harz
Die Edelserpentin-Sammlung zeigt die lange Tradition der Steinverarbeitung in Bernstein, die bis 1860 zurückreicht. Besonders beeindruckend ist die Mosaikvase, gefertigt aus über 500 Edelserpentin-Teilchen, die 1958 bei der Weltausstellung in Brüssel mit einer Goldmedaille ausgezeichnet wurde.
Die Ausstellung „Otto Potsch – Lebenswerk“ widmet sich dem Museumsgründer, der als einziger Fachmann für Edelserpentin- und Naturbernsteinverarbeitung in Österreich gilt. Seine Werke geben einen spannenden Einblick in die kunstvolle Bearbeitung dieser besonderen Materialien.
Auch Bernstein selbst steht im Mittelpunkt. „Fossiles Gold – Faszination Bernstein“ erklärt, wie das fossile Harz entsteht, wie es gewonnen wird und welchen Stellenwert es im Handel einst hatte. Besonders beeindruckend sind antike Schmuckstücke und Einschlüsse von Insekten und Pflanzen, die über Millionen Jahre im Bernstein erhalten blieben.
5 Dinge, die man gesehen haben muss
- das historische Schaubergwerk
- die Mosaikvase aus Edelserpentin – ein Kunstwerk aus über 500 Steinfragmenten
- Otto Potschs beeindruckende Figuren
- die einzigartigen Lichtspiele durch die spezielle Beleuchtung der Kristalle
- die Werkstättenführung für einen Einblick in die traditionsreiche Verarbeitung von Edelserpentin
Facts and Figures Felsenmuseum Bernstein
- Im Felsenmuseum Bernstein können mehr als 1.000 Quadratmeter Ausstellungsfläche erkundet werden.
- Der Name Serpentin wird abgeleitet vom lateinischen „serpens“, was die Schlange bedeutet, und verweist auf seine geschmeidige Maserung und geheimnisvolle Optik.
- Aus Tonnen an taubem Gestein lässt sich nur eine geringe Menge Edelserpentin gewinnen, dessen Schönheit erst durch Schneiden, Schleifen und Polieren sichtbar wird.