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Digitale Parkraumüberwachung: Erfolgreiche Testphase mit Scan Car

Nach den ersten 220 Testkilometern des Scan Cars in den Wiener Gemeindebezirken 10, 11, 19, 21 und 22 zieht die Stadt eine positive Zwischenbilanz – der Volleinsatz soll Ende 2026 starten.
Ziel der ersten Testphase war es, die Funktionstüchtigkeit der Hard- und Software unter realen Bedingungen zu erproben. Stadt Wien/Christian Fürthner

Was in anderen Städten wie Amsterdam seit längerem üblich, ist nun auch in Wien in finaler Vorbereitung: Die digitale Kontrolle des öffentlichen Parkraums. Seit Anfang des Jahres ist eines von vier sogenannten Scan Cars im Testbetrieb in Wien unterwegs. Es handelt sich um Elektrofahrzeuge mit speziellen Sensoren zur Kennzeichenerfassung, die künftig vor allen in den Flächenbezirken bei der Kontrolle zur Parkometerabgabe eingesetzt werden und damit die Mitarbeiter der Parkraumüberwachung entlasten.

„Mit dem Scan Cars steigern wir die Effizienz der Parkraumüberwachung in Wien massiv. Gleichzeitig ist es mir ein persönliches Anliegen, dass unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei ihrer herausfordernden Arbeit im Außendienst bestmöglich unterstützt und entlastet werden. Denn derzeit legen sie in den großen Bezirken rund 15 Kilometer Fußmarsch am Tag zurück. Das Scan Car ist kein Ersatz für den Menschen, sondern ein modernes Werkzeug“, freut sich Michelle Krumpschmid, Leiterin der Magistratsabteilung 67 Parkraumüberwachung, über die positive Entwicklung des Projektes.

Über 90 % Kennzeichen-Erkennungsrate

Die wichtigste Erkenntnis der bisherigen Fahrten: Die Kennzeichen-Erkennungsrate ist bereits im Testlauf sehr hoch und liegt bei über 90 %. Da das Gesamtsystem lernend programmiert ist, wurden die Testkilometer intensiv genutzt, um feine Nachjustierungen vorzunehmen. Präzisiert wurden dabei vor allem die Kameraausrichtung unter verschiedenen Lichtverhältnissen sowie die örtliche Positionsbestimmung basierend auf den verzeichneten Stellplätzen der Geopositionsdaten der Stadt Wien.

Finale Phase mit Schulung und Echtzeit-Simulation

Die finale Programmierung und Systemintegration laufen planmäßig. Die Schulung und Einführung der neuen Technologie wird von den Mitarbeitern der MA 67 sehr positiv und offen aufgenommen. Sie sehen das Fahrzeug als zeitgemäße Erleichterung für die tägliche Kontrollarbeit auf Wiens Straßen. Um den reibungslosen Übergang zu garantieren, startet zeitnah die Schulung der Key-User. Diese ausgewählten Mitarbeiter werden als Erste direkt für die Pilotierung ausgebildet. Die Schulung des restlichen Personals der MA 67 erfolgt im Anschluss laufend. Aktuell sind insgesamt 650 Parkraumüberwachungsorgane der MA 67 für die Kontrolle des ruhenden Verkehrs tätig.

Regulärer Betrieb für vier Scan Cars Ende des Jahres

Im Oktober 2023 gab es das Ende der physischen Parkpickerl und die Umstellung auf den Kennzeichenabgleich mittels Handy-Scan. Im Jahr 2025 wurde die digitale Parkraumüberwachung im Landtag beschlossen. Und seit 2026 läuft in Wien die Testphase für die Parkraumüberwachung durch sogenannte Scan Cars. Der Volleinsatz der Scan Cars ist ab Ende 2026 geplant. Mitte September 2026 startet nun die Pilotierungsphase mit dem Kamerafahrzeug. Dabei erfolgt die erstmalige Verknüpfung des Fahrzeugs mit allen produktiven Systemen, wie beispielsweise der Genehmigungsdatenbank für das Parkpickerl. Diese umfassende Echtzeit-Simulation dient der finalen Einschätzung des Implementierungsfortschrittes, bevor alle vier Scan Cars Ende 2026 den regulären Dienst aufnehmen. Zum Einsatz kommen die neuen Scan Cars in den weitläufigen Teilen in zwölf Bezirken (Bezirke 10, 11, 13–19 und 21–23).

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