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Energieprojekt im Südburgenland stärkt Versorgungssicherheit

Mit einer neuen Agri-Photovoltaikanlage, einem Großbatteriespeicher und dem Ausbau der Stromnetze entsteht in Güssing die größte erneuerbare Energieinfrastruktur im Südburgenland. Insgesamt werden rund 80 Millionen Euro investiert.
© Burgenland Energie AG

In Güssing entsteht derzeit ein Großprojekt, das Photovoltaik, Batteriespeicher und Stromnetze miteinander verbindet. Herzstück ist eine 50-Megawatt-Agri-Photovoltaikanlage, von der bereits die Hälfte in Betrieb ist. Bis Oktober soll die gesamte Anlage jährlich rund 50 Gigawattstunden Sonnenstrom erzeugen. Ergänzt wird sie durch einen 50-Megawattstunden-Großbatteriespeicher, der noch heuer ans Netz gehen soll.

Das Projekt ist auch eine Reaktion auf die aktuellen Herausforderungen im Energiesektor. Steigende Energiepreise infolge internationaler Krisen, die Folgen der Klimakrise mit häufigeren Hitzeperioden und Unwettern sowie der schwere Blackout nach der Unwetterkatastrophe im Südburgenland im Februar hätten gezeigt, wie wichtig eine leistungsfähige regionale Energieinfrastruktur ist.

„Wer Versorgungssicherheit will, muss heute in die Infrastruktur von morgen investieren. Das macht das Burgenland unabhängiger von Energieimporten, krisenfester und stärkt gleichzeitig unseren Wirtschaftsstandort“, betont Landeshauptmann Hans Peter Doskozil.

Energie, Landwirtschaft und Biodiversität

Die neue Anlage setzt auf Agri-Photovoltaik: Die Solarmodule sind rund fünf Meter über dem Boden montiert, sodass die Flächen weiterhin landwirtschaftlich genutzt werden können. Gleichzeitig entstehen unter den Modulen Biodiversitätsflächen mit rund 30 Pflanzenarten. „Wir bauen keine einzelne Photovoltaikanlage. Wir schaffen die Energieinfrastruktur der Zukunft – mit erneuerbarer Stromerzeugung, leistungsfähigen Speichern und starken Netzen. Damit schaffen wir eine leistungsfähige Energieinfrastruktur für Generationen und ermöglichen die größte Infrastrukturinvestition im Südburgenland in den vergangenen Jahrzehnten“, erklärt Burgenland Energie-CEO Stephan Sharma.

Bürger sollen profitieren

Ab Herbst ist außerdem ein Bürgerbeteiligungsmodell für die Bevölkerung in Güssing und weiteren Standortgemeinden geplant. Ergänzend bietet der Fanclub Burgenland Energieunabhängig langfristige regionale Strompreise von zehn Cent pro Kilowattstunde für 20 Jahre sowie reduzierte Netzkosten.

„Mit der Burgenland Energie haben wir einen starken Partner, um die Energiewende im Land voranzutreiben. Entscheidend ist dabei, dass erneuerbare Energie für die Bevölkerung auch leistbar bleibt – denn nur wenn die Menschen davon profitieren, wird die Energiewende gelingen“, so Doskozil.

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