Mit reduzierter Linie und feinem Humor erzählt der israelische Künstler Eran Shakine in seinen Werken von einer einfachen, aber kraftvollen Idee: Trotz religiöser Unterschiede sind Menschen im Kern gleich. Das Jüdische Museum Wien widmet Eran Shakine und seiner Reihe „A Muslim, a Christian, and a Jew“ nun eine Einzelausstellung.
Im Zentrum der Schau sowie der Werkreihe stehen drei Figuren – ein Muslim, ein Christ und ein Jude –, die in Shakines großformatigen Arbeiten immer wieder gemeinsam auftreten. Äußerlich nahezu identisch, unterscheiden sie sich nur in Details. Jedes Bild trägt denselben erzählerischen Auftakt („Ein Muslim, ein Christ und ein Jude…“) und spielt damit auf die Struktur eines Witzes an, ohne ins Karikaturhafte zu kippen. Vielmehr entstehen „Anti-Karikaturen“, die bewusst mit Stereotypen brechen.
Die Figuren bewegen sich durch alltägliche und mitunter absurde Szenen, auf der Suche nach gemeinsamen Ursprüngen, nach Glauben und Verständigung. Hinter der spielerischen Leichtigkeit steht eine klare Aussage: Islam, Christentum und Judentum verbindet eine gemeinsame Geschichte – ebenso wie grundlegende menschliche Erfahrungen, Wünsche und Hoffnungen.
Geboren 1962 in Israel als Sohn eines französischen und einer ungarischen Schoa-Überlebenden, arbeitet Eran Shakine heute in Tel Aviv. Seine Werke wurden international gezeigt und sind in zahlreichen Sammlungen vertreten.




