Wo einst Gustav Klimt Inspiration für seine Werke fand, drehte sich am vergangenen Wochenende alles um Gugelhupf, Torten und Rouladen. Auf rund 6.000 Quadratmetern Gartenfläche der Klimt-Villa in Wien-Hietzing versammelten sich mehr als 80 Menschen zum ersten Kuchen-Picknick Österreichs. Voraussetzung für die Teilnahme: die Liebe zum Backen – und ein selbstgemachter Kuchen.
Initiiert wurde die Veranstaltung von der Traditionsmarke Fini’s Feinstes, die damit einen Trend aufgriff, der in den vergangenen Jahren weltweit an Popularität gewonnen hat. Dabei entstand ein ungezwungenes Treffen, bei dem nicht der Wettbewerb, sondern das gemeinsame Genießen im Mittelpunkt stand. „Es gibt zwei Dinge im Leben, die mehr und schöner werden, wenn man sie teilt: Liebe und Kuchen. Und gerade die Liebe zu Mehlspeisen gehört in Österreich einfach dazu – genauso wie unsere Begeisterung für Kunst, Kultur und gemütliches Zusammensein. Diese Verbindung macht unser erstes Kuchen-Picknick so besonders“, sagt Harald Lang, Marketingleiter von Fini’s Feinstes und Initiator der Veranstaltung.
Seinen Ursprung hat das Kuchen-Picknick in Kalifornien. Dort organisierte eine Hobbybäckerin zunächst ein kleines Treffen mit Freunden, aus dem sich rasch ein internationales Phänomen entwickelte. Heute kommen bei ähnlichen Veranstaltungen weltweit teilweise mehr als tausend Menschen zusammen, um selbstgebackene Kreationen zu teilen. Auch in Österreich scheint das Konzept auf Interesse zu stoßen.
Entsprechend vielfältig präsentierte sich das Buffet in der Klimt-Villa: Von klassischen Marillenkuchen und Erdbeerrouladen über Zitronenkuchen und Heidelbeerkreationen bis hin zu Matcha-Erdbeer-Torten, Cheesecakes und traditionellen Kokos-Schoko-Schnitten reichte die Auswahl. Unter den Teilnehmern war auch Alexandra R., die ihren Marmorgugelhupf mitgebracht hatte. „Das Rezept für meinen Marmorgugelhupf habe ich noch von meiner Oma, meine Mama hat ihr Rezeptbuch erhalten. Ich freue mich, meinen Gugelhupf heute mit so vielen Menschen zu teilen“, erzählt sie.
Die Klimt-Villa gilt als einer der bedeutendsten Wirkungsorte des Malers Gustav Klimt, der dort von 1911 bis zu seinem Tod im Jahr 1918 arbeitete. Der historische Garten mit seinen Damaszener-Rosen bildete die Kulisse für das sommerliche Treffen.
Passend dazu konnten Besucher Blumenkränze binden und zwischen den Picknickdecken neue Bekanntschaften machen. Für Initiator Harald Lang war genau dieser Gemeinschaftsgedanke einer der wichtigsten Aspekte der Veranstaltung: „Heute wurden Fremde zu Picknick-Nachbarn, und Picknick-Nachbarn zu Freund. Die Mehlspeise hat an diesem Wochenende ein ganz neues Gemeinschaftsgefühl geschaffen.“





