Story

Flughafen-Wien-Gruppe: Passagierplus trotz Nahost-Krise

Die Flughafen-Wien-Gruppe hat im März 2026 mehr als 3,1 Millionen Passagiere gezählt und damit ein Plus zum Vorjahr verzeichnet. Am Standort Wien fiel das Plus mit 1,9 Prozent allerdings deutlich verhaltener aus, nicht zuletzt wegen der Krise im Nahen Osten, die den Verkehr auf einzelnen Strecken massiv belastet.
© Flughafen Wien AG

Im März 2026 verzeichnete die Flughafen-Wien-Gruppe mit den Standorten Wien, Malta und Kosice laut Aussendung insgesamt 3.146.473 Passagiere (+ 5,1 Prozent). Am Flughafen Wien wurden 2.269.047 Reisende abgefertigt, ein Plus von 1,9 Prozent. Während die Gruppe damit insgesamt wuchs, zeigte sich in Wien bereits, dass geopolitische Spannungen auf die Verkehrsentwicklung durchschlagen.

Moderates Wachstum am Standort Wien

Am Standort Wien stieg die Zahl der Lokalpassagiere im Vergleich zum März 2025 auf 1.781.433 Reisende, was einem Plus von 0,5 Prozent entspricht. Die Zahl der Transferpassagiere erhöhte sich auf 455.896 und lag damit um 1,5 Prozent über dem Vorjahreswert. Dass das Passagieraufkommen dennoch nur moderat zunahm, hängt laut Flughafen auch mit Zwischenlandungen von Air India für Betankungszwecke zusammen. Dabei verlassen die Passagiere das Flugzeug nicht, es handelt sich also um sogenannte „Transitpassagiere“.

Parallel dazu sank die Zahl der Flugbewegungen in Wien leicht: 17.585 Starts und Landungen bedeuten ein Minus von 1,4 Prozent. Der Sitzladefaktor entwickelte sich hingegen nach oben und stieg um 4,0 Prozentpunkte auf 78,4 Prozent. Rückläufig war das Frachtaufkommen, das im März bei 26.221 Tonnen lag und damit um 8,0 Prozent unter dem Vorjahreswert blieb.

Malta und Kosice wachsen kräftiger

Dynamischer verlief die Entwicklung an den Beteiligungsflughäfen. Am Flughafen Malta kletterte das Passagieraufkommen im März 2026 auf 815.947 Reisende, was einem Plus von 12,5 Prozent entspricht. In Kosice fiel der Zuwachs noch markanter aus: Dort wurden 61.479 Passagiere gezählt, um 50,1 Prozent mehr als im März des Vorjahres.

Nahost-Krise belastet regionale Verkehrsentwicklung

Ein besonders markanter Einschnitt zeigte sich bei den Verkehrsströmen ab Wien nach Regionen. Nach Westeuropa reisten im März 810.364 Passagiere, ein Plus von 7,8 Prozent. Osteuropa kam auf 174.691 Reisende (+3,0 Prozent), Nordamerika auf 30.310 (+4,5 Prozent) und Afrika auf 31.250 (+10,6 Prozent). In den Fernen Osten flogen 67.027 Passagiere, was einem Zuwachs von 41,5 Prozent entspricht.

Anders entwickelte sich der Verkehr in den Nahen und Mittleren Osten. Aufgrund der Krisensituation in der Region brach das Passagieraufkommen hier um 90,1 Prozent auf nur noch 6.809 Flugreisende ein. Der Flughafen verweist darauf, dass der Nahost-Konflikt seit dem 28. Februar 2026 zu Einschränkungen im Flugverkehr der Region führt und die Passagierentwicklung in Wien derzeit dämpft. Wie stark sich das längerfristig auswirken wird, hänge von der weiteren Dauer dieser Störungen ab. Die Verkehrs- und Finanzguidance der Flughafen Wien AG für das Gesamtjahr 2026 bleibe aus heutiger Sicht dennoch unverändert.

Erstes Quartal schließt mit Plus

Im Zeitraum von Jänner bis März 2026 stieg das Passagieraufkommen am Flughafen Wien auf 6.112.819 Fluggäste. Das entspricht einem Plus von 1,6 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Das Frachtaufkommen legte in diesem Zeitraum leicht auf 73.605 Tonnen zu, was einem Anstieg von 0,4 Prozent entspricht. In der gesamten Flughafen-Wien-Gruppe summierte sich das Passagieraufkommen im ersten Quartal auf 8.348.017 Reisende. Damit lag die Gruppe um 5,3 Prozent über dem Vergleichswert des Vorjahres.

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