Story

Forderndes Mineralwasserjahr: Waldquelle kontert mit Innovationen

Ein kühler Sommer, neue Pfandregeln, verhaltene Konsumenten: Während der Markt zurückgeht, hält Waldquelle Kurs und setzt auf Vitaminwasser, Glas und eine klare Nachhaltigkeitsstrategie.
Waldquelle Geschäftsführer Vítězslav Staněk freut sich über die drei neuen Waldquelle+ Sorten. © Paul Breuss

Das Jahr 2025 schrieb für die Mineralwasserbranche eine schwierige Bilanz. Die Einführung des Einwegpfands, eine gedämpfte Konjunktur und ein Sommer ohne Hitzenächte bremsten die Nachfrage spürbar. Dennoch: Im mittelburgenländischen Kobersdorf zieht Waldquelle ein Fazit, das Stabilität und Bewegung zugleich zeigt. Die Marke behauptet ihren Rang als Nummer zwei am heimischen Markt, bleibt das beliebteste Familienmineralwasser und liefert mit neuen Produkten ein Signal in Richtung Zukunft.

Markt mit Gegenwind

Ein Jahr nach Start des Einwegpfands wurden in Österreich bis Anfang Dezember rund 499 Millionen Liter Mineralwasser aus heimischen Quellen gekauft. Das bedeutet ein Minus von 8,7 Prozent (Nielsen, MiWa exkl. Near Water, Volumen in l per week 48 2025, LH total). Unangefochten an der Spitze bleibt dennoch die 1,5-Liter-PET-Flasche Waldquelle Spritzig – das meistverkaufte Mineralwasserprodukt im Land (Nielsen, MiWa exkl. Private Label, LH total, YTD per KW 48 2025, Volumen in Liter).

Das Unternehmen reagiert mit einer klaren Linie: mehr Funktionalität, mehr Vielfalt und mehr Zusatznutzen wie wertvolle Mineralstoffe und Vitamine, um aktuelle Trends und Wünsche der Konsumenten aufzugreifen. „2025 war ein anspruchsvolles Jahr. Das kühle Wetter, die herausfordernde wirtschaftliche Lage und die Einführung des Einwegpfands haben die Nachfrage spürbar beeinflusst“, so Vítězslav Staněk, Geschäftsführer von Waldquelle Mineralwasser.

Der „Near Water“-Bereich zeigt sich robuster, auch wenn er ebenfalls Rückgänge verzeichnet. Hier setzt Waldquelle auf Kontinuität: Birne & Holunder gehört zu den Pionieren im Segment und ist erneut das beliebteste Mineralwasser mit Geschmack in Österreich (Nielsen, Near Water, Volumen in l per week 48 2025, LH total). Ab Frühjahr 2026 kommt die Sorte zusätzlich in der handlichen 0,5-Liter-Flasche in den Handel.

Innovation als Antwort

Das Jahr 2025 stand bei Waldquelle im Zeichen einer Offensive: Mit den drei neuen Waldquelle+ Vitaminwassern „Focus“, „Relax“ und „Boost“ rückt die Marke ein Angebot ins Regal, das natürliches Mineralwasser aus dem Mittelburgenland mit Vitaminen, Mineralstoffen und fruchtigem Geschmack verbindet. Die Idee: funktionaler Zusatznutzen für einen bewussten Alltag. Seit Herbst sind die Sorten österreichweit erhältlich.

Einwegpfand verändert den Markt

Die Einführung des Einwegpfands hat die Karten neu gemischt und den Fokus verstärkt auf Mehrweg gelenkt. Waldquelle investierte 2025 mehrere Hunderttausend Euro in eine neue Glaswaschanlage am Standort Kobersdorf. Sie erhöht die Kapazitäten und bildet einen zentralen Baustein für den kontinuierlichen Ausbau des Mehrwegangebots. „Wir sehen bei Glasgebinden eine wachsende Nachfrage. Das freut uns und wir werden unsere Investitionen in diesem Bereich weiter vorantreiben“, sagt Staněk.

Nach zwölf Monaten Einwegpfand zeigt sich auch eine positive Seite: Die Akzeptanz liegt laut Studien bei rund 75 Prozent, die angestrebte Sammelquote von 80 Prozent im ersten Jahr dürfte erreicht werden. Das reduziert Littering, also weniger Dosen und Flaschen in der Natur, und stärkt die Kreislaufwirtschaft. „Wir denken, der Mineralwassermarkt wird sich in den kommenden Jahren stabilisieren, wir setzen auf starke Innovationen und betonen die positiven Eigenschaften von natürlichem Mineralwasser“, so Staněk weiter.

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