Kultur im Aufwind: Mit einem klaren Bekenntnis zur kulturellen Vielfalt und nachhaltigen Absicherung der Szene setzt das Burgenland ein starkes Zeichen. Knapp zwei Millionen Euro an Fördermitteln wurden im Rahmen der ersten Förderperiode vergeben. Die Neuausrichtung der Kulturförderung zeigt dabei bereits spürbare Wirkung.
Seit 1. Jänner ist die Kulturförderung Burgenland – ein Tochterunternehmen der Kultur-Betriebe Burgenland – für die Vergabe der Fördergelder zuständig. Nun wurde die erste von insgesamt drei Förderperioden erfolgreich abgeschlossen. Insgesamt wurden 106 Förderansuchen aus den Bereichen Kunst, Kultur, Wissenschaft und Volksgruppen eingereicht, von denen 90 bewilligt wurden.
Landeshauptmann und Kulturreferent Hans Peter Doskozil zeigt sich zufrieden: „Der erfolgreiche und rasche Abschluss der ersten Förderperiode zeigt, dass unsere Neuausrichtung greift. Besonders wichtig war uns, die Verfahren effizienter zu gestalten und weiterhin Planungssicherheit für die Förderwerberinnen und Förderwerber sicherzustellen.“
Breite Unterstützung für Projekte und Institutionen
Von den eingereichten Projekten wurden 70 einjährige, projektbezogene Förderungen bewilligt. Darüber hinaus erhielten 20 Kultureinrichtungen mehrjährige Basisförderungen – ein entscheidender Faktor für jene Institutionen, die eigene Kulturstätten betreiben und auf langfristige Planung angewiesen sind.
Auch die Volksgruppenförderung spielt eine wichtige Rolle: 84.450 Euro wurden in diesem Bereich zugesprochen, um die kulturelle Identität und Entwicklung nachhaltig zu stärken. Insgesamt beläuft sich die Fördersumme auf exakt 1.972.257,85 Euro. Die Auszahlung erfolgt zeitnah, sodass die unterstützten Projekte und Einrichtungen rasch mit der Umsetzung beginnen können.
Gezielte Unterstützung bei Finanzierungslücken
Besonders Fokus gelegt wird auf die Unterstützung jener Einrichtungen, die durch den Rückzug anderer Fördergeber unter Druck geraten. Durch gezielte Ergänzungsfinanzierungen kann verhindert werden, dass wichtige kulturelle Initiativen in ihrem Bestand gefährdet werden.
Ein konkretes Beispiel ist das Literaturhaus Mattersburg: Nach einer Reduzierung der Bundesförderung konnte durch zusätzliche Mittel des Landes eine Finanzierungslücke geschlossen und die Fortführung der Aktivitäten gesichert werden.
Effizient, transparent und zukunftsorientiert
Die umfassende Umstrukturierung der Förderprozesse hat sich als voller Erfolg erwiesen. Ein wesentlicher Faktor war die enge Zusammenarbeit mit sieben spartenbezogenen Fachbeiräten. Diese prüften im Rahmen der Vergabesitzungen jeden einzelnen Antrag sorgfältig und gewährleisteten so eine qualitätsvolle und nachvollziehbare Entscheidungsbasis.
„Eine funktionierende Kulturförderung ist essenziell, um die Arbeit der Kunst-, Kultur- und Wissenschaftseinrichtungen im Land abzusichern. Sie leistet einen unschätzbaren Beitrag zur Aufrechterhaltung des künstlerischen Schaffens und zur Zugänglichkeit kultureller Angebote“, betont Doskozil.
Für Kulturschaffende und Institutionen stehen bereits die nächsten Einreichfristen fest: der 1. Mai und der 1. Oktober.


