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29. Mai 2024
Lifestyle

Das kleine ABC der Naturkosmetik

Natur pur liegt im Trend: Immer mehr Kosmetik- und Pflegeprodukte werben mit pflanzlichen Inhaltsstoffen und nachhaltiger Schönheit ohne Nebenwirkungen. Doch was ist dran an den Schönmachern? Und vor allem: Was ist wirklich drin?

Gepflegte Haut, strahlenden Teint und gesundes Aussehen – mit dem Besten aus der Natur! © Getty Images
Gepflegte Haut, strahlender Teint und gesundes Aussehen – mit dem Besten aus der Natur. © Getty Images

Weltweit übernimmt Naturkosmetik seit Jahren die Funktion eines Innovationsmotors und Wachstumstreibers in der Kosmetikbranche. Noch ist kein Ende für den Green-Beauty-Trend abzusehen. Die globale Nachfrage nach mehr Natur in den Tiegeln und Tuben hält an. Dabei wollen Konsumenten bei der Anwendung natürlicher Kosmetika keine Abstriche machen. Sie erwarten hochwirksame, gut verträgliche Produkte, die selbstverständlich auch nachhaltig hergestellt werden.

Dieser Nachhaltigkeitsgedanke ist längst nicht mehr den Herstellern von Naturkosmetik vorbehalten, sondern hat bereits die gesamte Kosmetikbranche erreicht. Immer mehr Pflanzen finden Eingang in herkömmliche Kosmetikprodukte, und auch bei Ressourcen wie Energie und Wasser wird kräftig gespart. Was macht also echte Naturkosmetik aus und wie können Konsumenten sie sicher erkennen? Dazu muss man sagen, dass es in Österreich eine klare Sonderregelung gibt: Im Gegensatz zum restlichen Europa gilt nämlich das Lebensmittelbuch als rechtliche Basis.

Biologische Naturkosmetik ist en vogue

Die Zeiten, in denen Bio-Kosmetik von den meisten Verbrauchern unbeachtet ein Schattendasein in den Regalen von Reformhäusern und Drogerien führte, gehören längst der Vergangenheit an. Mittlerweile haben auch namhafte Markenhersteller der Kosmetikindustrie erkannt, dass Bio-Kosmetik voll im Trend liegt, und Produktserien für anspruchsvolle Kunden entwickelt und auf den Markt gebracht – von der Reinigung bis hin zur Körperpflege. Einige Kosmetikhersteller bieten zusätzlich auch dekorative Kosmetika als Bio-Kosmetik an. Und natürlich werden auch für Babys Pflegeserien angeboten, die zu hundert Prozent aus natürlichen Inhaltsstoffen hergestellt werden.

Gut für Köper und Umwelt

Echte Naturkosmetik definiert sich, davon abgeleitet, über einen ganzheitlichen Ansatz. Herkunft und Auswahl der eingesetzten Rohstoffe, ihre schonende Verarbeitung, die Verpackung für das fertige Produkt und die Beziehungen aller an diesem Prozess beteiligten Menschen sowohl untereinander als auch zur Natur stehen im Mittelpunkt. Dazu gehört natürlich auch die Verantwortung für den Verbraucher. Alle in der Naturkosmetik eingesetzten Wirkstoffe sollen der Gesunderhaltung, der nachhaltigen Pflege und der natürlichen Verschönerung des Körpers dienen.

Für den Verbraucher heißt das: Mit dem Kauf echter Naturkosmetik wird neben verantwortungsvoller Schönheitspflege auch ein sinnvoller Beitrag zum Umweltschutz, zum Tierschutz und zur Schaffung menschenwürdiger Arbeitsverhältnisse geleistet. Tierische Rohstoffe sowie künstlich hergestellte Farb- und Duftstoffe sowie Mineralöle und Parabene werden für die Herstellung von Naturkosmetik konsequent ausgeschlossen. Und immer mehr renommierte Hersteller achten nicht nur auf natürliche Inhaltsstoffe, sondern verwenden auch umweltfreundliches Verpackungsmaterial für ihre Produkte.

Herkömmliche Kosmetikprodukte enthalten meist synthetische Farb-, Duft- und Konservierungsstoffe, welche auf unserer Haut Allergien und andere Krankheiten auslösen können. Dabei ist vor allem wichtig, was keinen Einsatz in Naturkosmetik findet, nämlich Mineralöle oder Silikone. Stattdessen setzt Naturkosmetik auf wirkstoffreiche pflanzliche Öle. Außerdem kommen ätherische Öle zur Beduftung zum Einsatz und zahlreiche Extrakte aus verschiedenen Pflanzenteilen.

Was macht Naturkosmetik denn nun aus?

  • nachvollziehbare Herkunft und Auswahl der eingesetzten Rohstoffe
  • keine chemischen Konservierungsstoffe
  • frei von Petrochemikalien und Silikon
  • wirkstoffschonende, umweltfreundliche Verarbeitung
  • konsequente Beachtung des Tierversuchsverbots bei der Entwicklung und Herstellung der Produkte
  • umweltfreundliche Verpackung

Die Kraft der Natur

Nachhaltigkeit ist aus den Kinderschuhen des Trends herausgewachsen und bildet einen festen Bestandteil in der Beauty-Branche. Doch Vorsicht ist geboten: Naturkosmetik ist kein geschützter Begriff. Es mischen sich viele Anbieter in den Handel, die nur Schein-Natur-Pflege offerieren. Viele Hersteller konventioneller Kosmetik wollen auf der Trendwelle mitsurfen und bewerben ihre Produkte als „organic“, „bio“, „green“ oder „natural“ – obwohl es sich oft um chemische Cocktails, Paraffine und Silikonöle handelt, die lediglich mit wenigen pflanzlichen Rohstoffen versetzt wurden.

Wer Wert auf echte Naturkosmetik legt, sollte sich daher immer die Liste der Inhaltsstoffe anschauen und an verlässlichen Qualitätssiegeln orientieren. Zu den wichtigsten Gütesiegeln zählen „Natrue“, „Eco-Cert“, „BDIH“ bzw. „Cosmos Natural“ und „demeter“.