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25. Mai 2024
Lifestyle Wirtschaft

Job-Trend FOBO: 5 Tipps gegen die „Fear of being offline“

Im Homeoffice ständig online sein, aus Angst, etwas Wichtiges zu verpassen – selbst während einer kurzen Fünf-Minuten-Pause? Wem dieses Gefühl bekannt vorkommt, der leidet wahrscheinlich unter FOBO. Was man gegen die „Fear of being offline“ tun kann, verrät schauvorbei.at.

Frau sitzt mit Handy am Tisch, vor ihr ein Laptop
Immer online und erreichbar: Viele, die unter FOBO leiden, setzen sich selbst stark unter Druck. © Getty Images

Durch die Corona-Pandemie hat sich nicht nur unser Alltag verändert, sondern auch die Arbeitswelt. Plötzlich war man in vielen Bereichen gezwungen, die Arbeit von zu Hause aus zu erledigen und Meetings in Zoom-Calls abzuhalten. Arbeiten im Homeoffice hat sich seitdem zu einem wichtigen Arbeitsmodell entwickelt, das in vielen Firmen gar nicht mehr wegzudenken ist. Für viele birgt dies allerdings eine unerwartete Nebenwirkung: die Angst, offline zu sein – in der Arbeitswelt auch bekannt als FOBO: „Fear of being offline“.

Wenn man in die Küche geht, um sich einen Tee zu kochen, wird der Status in Microsoft Teams sofort auf „offline“ gesetzt oder eine Nachricht „bin kurz nicht erreichbar“ in den Chat geschickt. Nach der Mittagspause loggt man sich zwei Minuten zu spät ein und rechtfertigt sofort seine Abwesenheit. Selbst im Urlaub werden E-Mails regelmäßig gecheckt und beantwortet. Doch woher kommt die FOBO eigentlich?

In unserer heutigen, schnelllebigen Gesellschaft ist die Erwartungshaltung, ständig online zu sein, weit verbreitet und oft durch einen hektischen Berufsalltag geprägt. Viele Menschen fühlen sich dazu verpflichtet, immer verfügbar zu sein. Sie glauben, es sei ein Zeichen von Engagement und Professionalität. Dies führt zu einem Druck, auch außerhalb der üblichen Arbeitszeiten auf Nachrichten und E-Mails reagieren zu müssen. Der subtile Wettbewerb mit Kollegen, wer am fleißigsten und am schnellsten reagiert, kann zusätzlich Stress erzeugen. Zudem kann die Angst, Chancen oder wichtige Informationen zu verpassen, zu einer Kultur der FOBO beitragen. Die Erwartungen des Arbeitgebers, die möglicherweise eine ständige Erreichbarkeit fördern oder sogar voraussetzen, verstärken diesen Zustand oft noch zusätzlich.

5 Tipps, um der FOBO zu entkommen

Für alle, die im Berufsalltag unter FOBO leiden, bietet schauvorbei.at fünf effektive Tipps, um der Mentalität des „ständigen Online-Seins“ zu entfliehen. Kleine Schritte zur Selbstfürsorge und Grenzsetzung im Arbeitsumfeld können nämlich einen großen Unterschied machen.

1. Die Ursache erkennen

Hilfreich kann zunächst sein, die Ursachen von FOBO zu hinterfragen. Woher kommt der Druck? Liegt es am Arbeitsumfeld oder ist es ein innerer Druck? Ist die ständige Erreichbarkeit eine explizite Forderung der Vorgesetzten oder handelt es sich um selbst auferlegte Erwartungen? Wenn der Druck vom Arbeitgeber ausgeht, könnte dies auf eine mangelnde Vertrauenskultur hinweisen. Entdeckt man hingegen, dass die Erwartungen größtenteils selbst geschaffen sind, sollte man die eigenen Arbeitsgewohnheiten und die Gründe für das ständige Online-Sein reflektieren. In beiden Fällen ist es entscheidend, offene Gespräche zu führen oder Strategien zu entwickeln, um gesündere Arbeitsmuster zu etablieren und sich von unrealistischen Erwartungen zu befreien.

2. Eine digitale Auszeit nehmen

Um Stress und FOBO im Homeoffice zu reduzieren, ist es hilfreich, sich bewusst kurze Auszeiten von Handy und Computer zu nehmen. Oftmals reichen ein paar kurze Atem– oder Gymnastikübungen, um sofort Stress abzubauen. Oder man nutzt die kurze Fünf-Minuten-Pause, um Luft zu schnappen und dabei den Kopf frei zu bekommen. Möglichkeiten, kurz abzuschalten, gibt es jedenfalls reichlich. Wichtig ist, sich diese Pausen auch bewusst zu gönnen – trotz eines hektischen Arbeitsalltags.

3. Das Gespräch suchen

Wenn die Angst, etwas in der digitalen Welt zu verpassen, oder der Druck von Arbeitskollegen zu groß werden, kann es helfen, den Chef darauf anzusprechen. Es benötigt keine minütlichen Updates und Rechtfertigungen, nur um sich im Homeoffice kurz einen Kaffee runterzulassen. Stattdessen kann man Vereinbarungen wie wöchentliche Meetings vornehmen, in denen alle Beteiligten ihre Fortschritte und eventuelle Herausforderungen gemeinsam besprechen. Denn schlussendlich geht es um die erledigte Arbeit, nicht um das ständige Online-Sein in Teams oder Outlook.

4. Schritt für Schritt arbeiten

Ein weiterer Tipp, um der FOBO zu entkommen, sind To-do-Listen. Beim Arbeitsbeginn am Morgen kann es helfen, sich alle wichtigen To-do’s für den Tag aufzuschreiben, um den Überblick über die Aufgaben zu behalten und um nichts zu vergessen. Das Wichtigste dabei: Nicht alles muss auf einmal erledigt werden. Die Aufgaben am besten nach Priorität ordnen, um effizienter zu arbeiten und gleichzeitig Stress zu reduzieren.

5. Bildschirmfreie Zonen einrichten

Eine klare Trennung zwischen Arbeit und Freizeit ist wichtig. Um nach der Arbeit auch wirklich abschalten und entspannen zu können, kann es helfen, bildschirmfreie Zonen im Eigenheim einzurichten. Sei es das Kinderzimmer des Sohnes, das Schlafzimmer oder der Lesesessel beim Fenster – bildschirmfreie Zonen fördern nicht nur einen entspannten Geisteszustand. Sie helfen auch dabei, klare Grenzen zwischen Arbeitszeit und Freizeit zu schaffen. In diesen Bereichen sind Geräte wie Smartphones, Tablets und Computer tabu. Der Fokus liegt hier auf achtsam gelebter Zeit.