Die Einführung von Einwegpfandsystemen in Österreich, aber auch in europäischen Nachbarländern wie Ungarn und Slowakei hat zu den Rekordwerten geführt. Christian Strasser, Geschäftsführer von PET to PET: „Die Umstellung führte zu einer kräftigen Steigerung der Verarbeitungsmenge, die jedoch im Laufe des zweiten Halbjahres merkbar zurückgegangen ist. Mitverantwortlich dafür war die Kaufzurückhaltung der heimischen Konsumentinnen und Konsumenten – diese Beobachtung konnte bereits in anderen EU-Ländern im Zuge der Einführung von Pfandsystemen gemacht werden. Nach einer gewissen Eingewöhnungszeit erwarten wir die Rückkehr zur Ausgangslage, wie das auch in anderen Märkten bereits der Fall war.“
Erschwerte Rahmenbedingungen
Trotz des neuen Höchstwerts sieht sich die Branche mit zunehmend erschwerten Bedingungen konfrontiert, die einer gut funktionierenden Kreislaufwirtschaft in Österreich entgegenwirken: „Es besteht derzeit wieder ein sehr großer Abstand zwischen Primär- und Sekundärrohstoffen. Die kostengünstigere Neuware wird in Europa wieder vermehrt eingesetzt. Entgegen diesem Trend wurden die Einsatzquoten von Sekundärware in Österreich auf hohem Niveau gehalten“, so Strasser. Thomas Billes, Geschäftsführer von PET to PET, ergänzt: „Ein zusätzliches Problemfeld stellen zunehmende Billigimporte von Sekundärrohstoffen aus Nicht-EU-Ländern dar. Auch wenn uns im abgelaufenen Geschäftsjahr eine Steigerung der Verarbeitungsmenge gelungen ist, hat sich der Absatzmarkt nicht im gleichen Ausmaß entwickelt. Hier lagen wir um drei Prozent hinter dem Ergebnis von 2024. Dieser Umstand führte kurzfristig zu einem Lageraufbau.“
Ausblick auf 2026
Für das neue Geschäftsjahr sind bei PET to PET weitere Schritte vorgesehen, um die Automatisierung in der Waschanlage zu erhöhen. Das bedeutet, dass zukünftig die Öffnung der mit Stahldraht gebundenen Flaschenballen automatisch erfolgen soll. Damit wird einer der anstrengendsten und risikoreicheren Arbeitsbereiche verbessert. In den kommenden Jahren ist auch eine höhere Automatisierung bei der Anlagenbeschickung geplant. Dadurch sollen künftig Effizienz sowie Wettbewerbsfähigkeit gesteigert und das künftige Geschäft nachhaltig abgesichert werden.
