Wer Thaddeus Strassbergers Bühnenwerke schon 2021 mit „Turandot“ und 2024 mit „Aida“ gesehen hat, weiß, dass auf seinen Bühnen immer viel in Bewegung ist. So auch heuer, wie die Premiere von „Tosca“ gezeigt hat: Ein gewaltiger Kanonenschuss eröffnete das Drama, im Mittelpunkt des Bühnengeschehens erhob sich ein imposantes Kirchenportal. Zu den Highlights zählte außerdem ein schwingender Weihrauchkessel.
„Das Bühnenbild eröffnet eindrucksvolle Perspektiven und schafft eine Welt, in der Schönheit und Bedrohung, Macht und Verletzlichkeit stets nebeneinanderstehen, ohne dabei den Blick auf das Menschliche zu verlieren. Gerade in der einzigartigen Umgebung entfaltet ‚Tosca‘ dadurch eine düstere Intensität und emotionale Kraft“, betont Daniel Serafin, Intendant der Oper im Steinbruch.
Internationale Brillanz
Die besondere Strahlkraft der Oper im Steinbruch gründet nicht nur auf der spektakulären Naturkulisse des UNESCO-Welterbes, sondern auch auf ihrem konsequenten Anspruch, Oper auf internationalem Spitzenniveau zu präsentieren. Als Fixpunkt im Opernkalender treten auch in diesem Jahr wieder renommierte Künstler aus aller Welt auf. So kehrte Joyce El-Khoury, die schon 2023 in „Carmen“ die Hauptrolle gespielt hat, ins Burgenland zurück. Yongzhao Yu gab als Cavaradossi bei der Premiere sein Österreich-Debüt, eine Rolle, die er schon in der Pacific Opera Victoria verkörpert hat. Alternierend übernehmen auch die international gefragten Bror Magnus Tødenes und Adorján Pataki die männliche Hauptrolle. Für die Rolle des Scarpia ergänzen Gevorg Hakobyan, Hansung Yoo und Marco Caria die Internationale Besetzung.
„Seit 1996 werden Opern im Steinbruch St. Margarethen veranstaltet. Mit der Übernahme der Oper im Steinbruch im Jahr 2014 haben die Esterhazy Privatstiftungen Verantwortung für einen außergewöhnlichen Kulturstandort übernommen und ihn seither konsequent weiterentwickelt. Unser Anspruch ist es, internationale künstlerische Exzellenz mit regionaler Identität zu verbinden und damit langfristige kulturelle Strahlkraft zu schaffen. Mit ‚Tosca‘ präsentieren wir eines der großen Meisterwerke der Opernliteratur – ein Werk, das Generationen von Menschen bewegt und dessen enorme Anziehungskraft sich bereits bei der Premiere eindrucksvoll gezeigt hat“ so Stefan Ottrubay , Vorstandsvorsitzender der Esterhazy Privatstiftungen.
Prominentní hostia premiéry
Zahlreiche Gäste aus Kultur, Wirtschaft und Politik, darunter Landeshauptmann Hans-Peter Doskozil mit Gattin, der ehemalige Bundeskanzler Alexander Schallenberg, Vorstandsvorsitzender der Esterhazy Privatstiftung Dr. Stefan Ottrubay, Franz Patay, Landesrätin Daniela Winkler, ÖNB-Gouverneur Martin Kocher und die beiden Vorstände der Esterhazy Privatstiftung Matthias Grün und Michael Gröschl, Danielle Spera, Konstanze Breitebner, Alfons Haider, Maggie Entenfellner, Kurt Mann und viele weitere bekannte Persönlichkeiten ließen sich von einer fulminanten, von Thaddeus Strassberger inszenierten „Tosca“ und den himmlischen Kostümkreationen Giuseppe Palellas in den Bann ziehen. Mehr dazu in unserer Bildergalerie.
„E lucevan le stelle“ – „Und es leuchteten die Sterne“ lautet der Anfang der berühmten Arie des Cavaradossi. Das Stück verbindet Leidenschaft, politische Intrigen, Machtmissbrauch und persönliche Opferbereitschaft zu einem packenden Musikdrama.
Puccinis eindringliche Musik entfaltet dabei eine außergewöhnliche emotionale Kraft – von zarten Liebesmomenten bis zu dramatischen Höhepunkten. Die Arie „Vissi d’arte“ ist Teil des zweiten Akts und unterbricht die Handlung für einen Moment, um das Publikum tief in Toscas Seele blicken zu lassen. Der italienische Dirigent Valerio Galli, der dem Publikum bereits mit „Carmen“ unvergessen geblieben ist, schuf gemeinsam mit dem Piedra Festivalorchester, dem Philharmonia Chor Wien und dem Kinderchorensemble der Gumpoldskirchner Spatzen einen Klangraum, der die Tragik und Schönheit von „Tosca“ erlebbar machte.
„Puccinis Musik konnte in ihrer ganzen emotionalen und klanglichen Vielfalt erstrahlen. ‚Tosca‘ fasziniert aber nicht nur musikalisch – es zeigt, wie zutiefst menschliche Konflikte ganze Schicksale für immer verändern. Mit internationaler Opernkunst und der einzigartigen Landschaft des Burgenlands, schafft es die Freiluftbühne das Publikum vom ersten bis zum letzten Akt zu fesseln“, so Rico Gulda, Generalintendant der Esterhazy Privatstiftungen.
Vorschau 2027: „Rigoletto“
Mit „Rigoletto“ setzt die Oper im Steinbruch vom 14. Juli bis 22. august 2027 ihre Reise durch die großen Werke der italienischen Oper fort. Giuseppe Verdis Meisterwerk erzählt die bewegende Geschichte des Hofnarren Rigoletto, dessen Versuch, seine Tochter vor den Machenschaften des Herzogs von Mantua zu bewahren, in einer Tragödie endet. Auch im kommenden Jahr bleibt das Erfolgsteam – darunter Thaddeus Strassberger, Valerio Galli und Giuseppe Palella – bestehen.
Wer sich seine Tickets für Rigoletto bereits bis 15. Oktober 2026 sichert, profitiert von einem exklusiven Frühbucherbonus von 20 Prozent.