Stille Klimahelden: Pflanzen in Heim und Büro

Pflanzen in Heim und Büro sind nicht nur ästhetisch ansprechend, sondern fungieren auch als "stille Klimahelden", indem sie die Luftqualität durch die Entfernung von flüchtigen organischen Verbindungen verbessern und die Luftfeuchtigkeit erhöhen können. Forschungen zeigen, dass das Vorhandensein von Pflanzen am Arbeitsplatz die Produktivität um bis zu 15 Prozent steigern und gleichzeitig Stress reduzieren kann. Besonders empfohlen für das Wohnzimmer sind Pflanzen mit großen Blättern, die durch Fotosynthese effektiv CO₂ umwandeln und die Luftfeuchtigkeit durch Freisetzung des Gießwassers in die Umgebungsluft erhöhen.
Frau liest zu Hause ein Buch und sitzt dabei auf einem gemütlichen Sessel neben Pflanzen
Pflanzen sind nicht nur optisch ein Hingucker, sondern verbessern auch die Luftqualität. © Getty Images
Ob grüner Daumen oder nicht: Längst ist klar, dass Pflanzen in Heim und Büro nicht nur grüne Augenweide, sondern auch stille Klimahelden sind. Aber welches Grünzeug kommt wohin?

Lange Zeit glaubte man, dass Pflanzen – etwa im Schlafzimmer – gesundheitsschädlich wären. Man dichtete ihnen Sauerstoffentzug, Kopfweh, Schimmel und Allergien an. Heute kann man darüber schmunzeln, denn das Gegenteil ist der Fall. Pflanzen sind erwiesenermaßen die stillen Klimahelden in Heim und Büro, und über den Frischlufteffekt hinaus können sie auch eine positive Wirkung auf unser Gemüt haben. Und nein, wir sprechen hier nicht von bestimmten Hanfprodukten.

Aber, um es wissenschaftlich anzugehen: Wie viel Klimaeffekt haben die stillen Klimahelden wirklich?

Beruhigende und filternde Eigenschaften

Um bei den Fakten zu bleiben: Ja, Pflanzen entfernen tatsächlich flüchtige organische Verbindungen und sogar Toxine aus der Luft. Allerdings in einem relativ geringen Ausmaß. Dennoch: Sie verbessern die Luft. Und wenn es um die Luftfeuchtigkeit geht, sieht die Bilanz gleich noch besser aus. Abhängig von Gießintervallen kann man mit den eingetopften Helden die Luftfeuchtigkeit um etwa fünf Prozent erhöhen. Das ist vor allem in stickigen Räumen ein spürbarer Unterschied. Der mentale Effekt wiederum wird durch die fraktale Formenvielfalt und das beruhigende Grün ausgelöst. Dass Pflanzen zu Hause etwa Lösungsmittel von Lacken und Möbeln binden können, ist allerdings eine eher übertrieben optimistische Einschätzung.

Grünes trautes Heim

Für das Wohnzimmer gilt: Wenn es große Blätter hat, dann eignet es sich gut, um das Raumklima zu beeinflussen. Neben der Fotosynthese, die das CO₂ aus der Atemluft wieder in Sauerstoff umwandelt, ist der erwähnte Befeuchtungseffekt interessant: Bis zu 90 Prozent des Gießwassers werden nämlich wieder an die Umgebungsluft abgegeben. Es bieten sich jedenfalls Zimmerlinde, Nestfarn, Efeutute, Einblatt, Grünlilie, Dieffenbachia und Kolbenfaden an. Was es im Wohnraum immer zu beachten gilt: Immer darauf schauen, dass die Pflanzen für Kinder und Haustiere ungefährlich sind. Auch Allergiker sollten eine kurze Recherchezeit investieren, um sicherzugehen, ob ihre zukünftigen grünen Lieblinge kompatibel mit ihrer Allergie sind. Für das Schlafzimmer empfehlen sich zusätzlich Bogenhanf, Aloe Vera und Birkenfeige.

Arbeitsplatzbegrünung

Der Stressabbau durch Pflanzen in Heim und Büro ist kein Märchen: Britische Forscher haben in einer Studie herausgefunden, dass sich die Produktivität um bis zu 15 Prozent erhöhen kann. Und zwar, wenn vom Arbeitsplatz aus zumindest zwei Grünpflanzen zu sehen sind. Entspannter, motivierter und geistig zufriedener seien demnach die Mitarbeiter. Dazu kommen noch positive Nebenwirkungen wie Schalldämmung und Sichtschutz. Ein begrüntes Büro ist also eindeutig das bessere Büro! Hier sind Einblatt, Bogenhanf, Gerandeter Drachenbaum, Kolbenfaden, Efeu und Dieffenbachia eine gute Wahl. Wichtig ist, dass die Pflanze pflegeleicht ist. So wie etwa früher die Schusterpalme: Hin und wieder gießen, nur wenig Licht – und schon grünt es am Arbeitsplatz. Und den passenden Ort für stille Klimahelden findet man immer.

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