Wenn die Temperaturen steigen, werden Donauinsel und Alte Donau wieder zu den gefragtesten Treffpunkten der Stadt. „Während in anderen Bundesländern Wasserzugänge zunehmend privatisiert werde, der freie Zugang zum Wasser immer schwieriger wird, geht Wien seit Jahren den umgekehrten Weg: Wir öffnen und attraktivieren Flächen und bauen das kostenlose Freizeitangebot laufend weiter aus. In Wien gibt es mittlerweile mehr als 63 Kilometer frei zugängliche Ufer entlang der Naturgewässer mit einem europaweit einzigartigen Angebot an kostenlosen Bade- und Freizeitmöglichkeiten – vom heuer fertiggestelltem Pier 22 über den Copa-Beach an der Neuen Donau bis zum Arbeiter*innenstrand und zahlreichen Badeplattformen und Stegen an der Alten Donau“, so Stadträtin Ulli Sima.
Zu den jüngsten Projekten zählt der Pier 22 auf der Donauinsel. Das rund 13.000 Quadratmeter große Areal entstand auf dem Gelände der ehemaligen Sunken City und verbindet Badeplattformen, Liegewiesen, Sportangebote und konsumfreie Aufenthaltsbereiche direkt am Wasser. Ergänzt wird das Gelände durch gastronomische Betriebe, die jedoch bewusst nicht im Mittelpunkt stehen sollen. „Wir haben hier aus der ehemaligen sunken city ein Freizeitparadies mit U-Bahn-Anschluss direkt am Wasser geschaffen, mit Badeplattformen, Liegewiesen, Fitnessbereich und überdachter Sportfläche. Es gibt auch gastronomische Angebote, aber die stehen nicht im Vordergrund – wichtig war uns hier konsumfreie Flächen für unterschiedlichste Nutzungen zu schaffen – und das ist uns sehr gut gelungen, wie die hohen Besucherzahlen zeigen“, betont Sima.
Neben dem Pier 22 zählen auch der CopaBeach, der Arena Beach in der Kaisermühlenbucht, die Piratbucht sowie der Familienbadestrand an der Neuen Donau zu den stark frequentierten Badezonen. Die Donauinsel selbst verfügt über mehr als 40 Kilometer Uferlinie und entwickelte sich seit ihrer Errichtung als Hochwasserschutzprojekt in den 1970er-Jahren zu einem der wichtigsten Naherholungsgebiete Wiens.
Auch die Alte Donau zählt weiterhin zu den beliebtesten Badeorten der Stadt. Neben ihrer hohen Wasserqualität prägen großzügige Grünflächen, frei zugängliche Badeanlagen und naturnahe Uferbereiche das Bild. Zu den bekanntesten Standorten gehört der Arbeiter*innenstrand, dessen Liegeflächen in den vergangenen Jahren erweitert und um zusätzliche Wasserzugänge ergänzt wurden. Ebenso steht die Strombucht am Dampfschiffhaufen mittlerweile als öffentliche Erholungsfläche zur Verfügung.
Neue Akzente wurden zuletzt auch an der Oberen Alten Donau gesetzt. Dort entstand mit dem Bank Austria Park ein 28.000 Quadratmeter großer Grünraum mit Kunstinstallationen des von André Heller kuratierten Projekts. Ergänzt wird das Angebot durch neue Badestege und Schwimmplattformen, die zusätzliche Aufenthaltsmöglichkeiten direkt am Wasser schaffen. Nach Angaben der Stadt sollen auch künftig weitere Wasserzugänge geöffnet und bestehende Badeplätze modernisiert werden. Der freie Zugang zu Natur- und Erholungsräumen gilt dabei als wichtiger Bestandteil der hohen Lebensqualität Wiens.


