Seit 50 Jahren zeichnet die Burgenland-Stiftung Theodor Kery Menschen aus, die das Bundesland Schritt für Schritt mitgestalten und verändern. Im Jubiläumsjahr vergibt die Stiftung dafür 15.000 Euro an Preisgeldern und rückt Projekte und Persönlichkeiten ins Zentrum, die zeigen, wie gesellschaftlicher Fortschritt konkret entsteht: durch Engagement, Mut und Verantwortung.
„Das Burgenland lebt von Menschen, die anpacken – oft leise, aber mit großer Wirkung. Genau diese Haltung macht unser Land stark und zukunftsfähig“, betont Landesrat Leonhard Schneemann bei der Verleihung. Stiftungsvorsitzender Michael Gerbavsits stellt diese Wirkung ebenso in den Mittelpunkt: „Unser Anspruch ist, aufzuzeigen, was sonst oft im Verborgenen passiert. Die Kery-Stiftung macht Projekte sichtbar, die beweisen: Veränderung beginnt im Kleinen und wirkt weit über das Burgenland hinaus.“
Im Bereich Inklusion im Sport wurde das Projekt „Freitag ist der beste Tag“ ausgezeichnet. Die Bildungsanstalt für Elementarpädagogik (BAfEP) Oberwart zeigt gemeinsam mit der Allgemeinen Sonderschule/Lernwerkstättenschule (ASO/LWS), wie Sport Barrieren abbauen kann. Menschen mit und ohne Behinderung trainieren regelmäßig miteinander und erleben Gemeinschaft auf Augenhöhe. Inklusion wird hier nicht diskutiert, sondern Woche für Woche gelebt.
Den Medienpreis erhielt Erich Janzso, der als „Auge des Burgenlandes“ gewürdigt wurde. Er steht für einen Journalismus, der nicht nur informiert, sondern Verantwortung übernimmt und mit klarem Blick gesellschaftliche Zusammenhänge sichtbar macht. Der Wirtschaftsehrenpreis ging an Friedl Steinwerke. Das Unternehmen verbindet handwerkliche Qualität mit unternehmerischer Weitsicht und zeigt, wie regionale Betriebe durch Innovation und Verlässlichkeit langfristig Wert für die Region schaffen.
Im Bereich Digitalisierung und Innovation wurde CRANii® – the head concept ausgezeichnet. Das burgenländische Gesundheits-Start-up verbindet digitale Wissensvermittlung mit funktionellem Training für Kopf-, Gesichts- und Kieferbereich. Gründerin Christiane Hofer-Marbet zeigt damit, wie Digitalisierung einen konkreten Beitrag zur Prävention und Gesundheitsversorgung leisten kann, wenn Stress, Bildschirmarbeit und Anspannung immer häufiger zu Kiefer- und Kopfbeschwerden führen.
Anlässlich des 50-jährigen Bestehens der Burgenland-Stiftung Theodor Kery entstand während der Preisverleihung in der Burg Schlaining außerdem ein Live-Kunstwerk unter Beteiligung der anwesenden Gäste. Gestaltet wurde es unter der Regie der Künstlerin Doris Dittrich, die als freischaffende Künstlerin in Wien und im Südburgenland lebt und arbeitet. Das Werk soll dem abstrakten Konstrukt einer Stiftung sichtbare Form geben. Es macht erfahrbar, wie aus vielen großen und kleinen Beiträgen von Burgenländerinnen und Burgenländern gesellschaftlicher Fortschritt entsteht. So wird das Kunstwerk selbst zum Sinnbild der Kery-Stiftung und soll künftig auch im öffentlichen Raum sichtbar machen, was Engagement, Förderung und Verantwortung über das ganze Burgenland hinweg bewirken.
Seit ihrer Gründung hat die Burgenland-Stiftung Theodor Kery exakt 3.058.641 Euro an Förder- und Anerkennungspreisen vergeben und damit maßgeblich zur Entwicklung von Wissenschaft, Kultur, Sozialem und Innovation im Burgenland beigetragen.


