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Zur AK-Wahl: Vizepräsidentin Bianca Graf im Interview

Von 10. bis 23. April findet die AK-Wahl im Burgenland statt, bei der Arbeitnehmer ihre Vertretung im Arbeitnehmerparlament bestimmen. Bianca Graf, AK-Vizepräsidentin, erläutert die signifikante Rolle der Arbeiterkammer Burgenland in Beratung und rechtlicher Vertretung ihrer Mitglieder, mit mehr als 57.000 Beratungen und etwa 17,6 Millionen Euro erkämpftem Geld für die Mitglieder im Vorjahr. Graf hebt hervor, wie wichtig die Teilnahme an der AK-Wahl für die Stärkung der Arbeitnehmerrechte und die Vertretung ihrer Interessen ist.
Illustration mit bunten Händen, die einen Wahlzettel in eine Wahlurne werfen.
Alle fünf Jahre bestimmen die Arbeitnehmer den Kurs ihrer Interessenvertretung mit. © Getty Images
Von 10. bis 23. April findet die AK-Wahl im Burgenland statt. Dabei können Arbeitnehmer ihre Vertretung im Arbeitnehmerparlament wählen. Warum es gerade für Frauen wichtig ist, ihre Stimme abzugeben, erklärt AK-Vizepräsidentin Bianca Graf im Interview mit schauvorbei.at.

Bianca Graf ist Betriebsrätin im Krankenhaus Oberwart, ÖGB-Landesfrauenvorsitzende und seit 2019 AK-Vizepräsidentin. Sie tritt bei der AK-Wahl von 10. bis 23. April zum zweiten Mal an. schauvorbei.at hat der Südburgenländerin sechs Fragen gestellt.

Wer wendet sich an die Arbeiterkammer?
Bianca Graf: Die Arbeitswelt ist breit gefächert und damit auch das Beratungsangebot der AK Burgenland. Egal ob Jobverlust, Karenz, Pension oder Internetbetrug – im Vorjahr haben unsere 40 AK-Experten mehr als 57.000 Beratungen durchgeführt und rund 17,6 Millionen Euro für die AK-Mitglieder erkämpft.

Gibt es dazu konkrete Beispiele?
Bianca Graf: Da gibt es zum Beispiel die 58-jährige Küchenhilfe, die in einem burgenländischen Gastronomiebetrieb acht Jahre lang falsch angemeldet war. Für sie haben wir – trotz Verfallsfristen – rund 10.000 Euro erstritten. Oder der Lehrling, der ungerechtfertigt entlassen wurde und dank unserer Experten rund 7.000 Euro Kündigungsentschädigung bekommen hat. Oder die Familie, deren Fertigteilhausfirma im Nachhinein zusätzlich zum vereinbarten Preis einen fünfstelligen Betrag kassieren wollte, weil alles so teuer geworden sei. Dank unserer Konsumentenschützer entschied das Gericht, dass Fixpreis auch Fixpreis bleiben muss.

Welche Rolle spielen für Sie als AK-Vizepräsidentin Frauenthemen?
Bianca Graf: Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie gehört noch immer zu den großen Herausforderungen, denen sich vor allem auch burgenländische Frauen tagtäglich stellen müssen. Frauen haben ein Recht auf ein faires Einkommen, von dem sie ein selbstbestimmtes und gutes Leben führen können. Chancengleichheit nicht nur im Job, sondern in allen Lebenslagen, muss unser gemeinsames Ziel sein. Noch immer leisten Frauen den überwiegenden Teil an unbezahlter Pflege- und Betreuungsarbeit.

Was wäre nötig, um die Situation für die Frauen zu verbessern?
Bianca Graf: Da fallen mir ganz viele Antworten ein. Grundsätzlich muss es unser Kernthema in den kommenden Jahren sein, die Arbeitsbedingungen und die Lebensumstände der Frauen zu verbessern. Das kann mit verschiedenen Maßnahmen möglich gemacht werden. Dazu zählen etwa das Schließen der Einkommens- und Pensionsschere zwischen Frauen und Männern, der Ausbau der Einkommensberichte für mehr Transparenz bei der Bezahlung und eine bessere Anrechnung der Kindererziehungszeiten für die Pension. Wichtig wären außerdem die Einführung des AK/ÖGB-Familienarbeitszeitmodells für eine gute Aufteilung der Kinderbetreuung und die Anpassung von Sozialleistungen und Förderungen an die Teuerung.

© Lisi Specht

Damit die AK auch in Zukunft die starke Stimme für die Menschen bleibt, ist es wichtig, dass viele Burgenländer an der AK-Wahl teilnehmen und ihre Stimme abgeben.

Bianca Graf, AK-Vizepräsidentin

Welchen Beitrag kann die AK dabei leisten?
Bianca Graf: Ich sehe hier zwei klare Bereiche. Einerseits den Servicebereich: Die AK Burgenland berät auch rund um Beruf und Familie – etwa zu den Themen Elternteilzeit, Karenz sowie Kinderbetreuungsgeld. Besonderes Augenmerk legt man in der AK-Burgenland aber auch auf das Thema Bildung. In den AK-Büchereien Eisenstadt, Oberwart und Pöttsching können kostenlos Medien für Kinder und Erwachsene ausgeliehen werden. In Webinaren wird zu verschiedenen Themen diskutiert und aufgeklärt. Interessierte können außerdem eine Bildungsberatung in Anspruch nehmen.

Andererseits arbeiten wir unentwegt auf politischer Ebene an einer besseren Frauenpolitik. Die derzeitige Regierung macht es uns dabei aber nicht besonders leicht. Viel zu achtlos werden die Themen wie Vereinbarkeit oder Lohntransparenz behandelt. Wir konnten dennoch einige unserer Forderungen durchsetzen. Zwei davon sind Verbesserungen bei der Pflegefreistellung und der bessere finanzielle Ausgleich beim Papamonat.

Was braucht die AK, damit sie auch in Zukunft die Stimme für die Arbeitnehmer sein kann?
Bianca Graf: Damit die AK auch in Zukunft die starke Stimme für die Menschen bleibt, ist es wichtig, dass viele Burgenländer an der AK-Wahl teilnehmen und ihre Stimme abgeben. Denn ihre Stimme macht auch die Arbeiterkammer stärker und damit auch sich selber als Arbeitnehmer!

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