In St. Andrä am Zicksee wurde der neue Nationalpark Radweg NP1 offiziell eröffnet. Rund 250 Gäste aus Politik, Tourismus und Gemeinden, darunter zahlreiche ungarische Projektpartner, erlebten die Premierenrunde durch den Nationalpark Neusiedler See – Seewinkel. Die Naturkulisse ließ bereits erahnen, was Radler auf der Route erwartet: seltene Vogelarten über dem Zicksee, weite Ebenen und jede Menge Natur zum Durchatmen.
150 Kilometer, 14 Gemeinden, zwei Länder
Der rund 150 Kilometer lange Rundkurs führt durch 14 burgenländische Gemeinden und erschließt die Landschaft des Seewinkels in ihrer ganzen Vielfalt: Sodalacken, Schilfgürtel, weitläufige Weideflächen, seltene Tierarten und die charakteristische Puszta. Ein Teilabschnitt verläuft durch den ungarischen Nationalpark Fertő–Hanság, was der Route ihren internationalen Charakter verleiht. Sehenswürdigkeiten wie die Brücke von Andau, Schloss Halbturn und die weißen Esel des Seewinkels sorgen für Abwechslung, die gut ausgebaute Infrastruktur und radfreundliche Betriebe machen die Strecke auch für mehrtägige Touren geeignet.
„Es gibt viele Wege, um Grenzen zu überwinden – manchmal braucht es dabei nicht mehr als ein Fahrrad und eine ordentliche Portion Rückenwind. Wer hier unterwegs ist, erlebt auf wenigen Kilometern mehr Naturvielfalt als anderswo in mehreren Urlauben: Salzlacken, Schilfgürtel, Graurinder, weiße Esel und mit etwas Glück auch den einen oder anderen seltenen Vogel“, betonte Landeshauptmann-Stellvertreterin Anja Haider-Wallner. „Der neue Radweg verbindet nicht nur zwei Nationalparks und zwei Länder, sondern auch Naturerlebnis, sanften Tourismus und klimafreundliche Mobilität.“
Auch touristisch soll der NP1 neue Impulse setzen. Dank radfreundlicher Betriebe entlang der Strecke eignet sich die Route besonders für mehrtägige Touren durch die Region. Landesrätin Daniela Winkler sieht darin weit mehr als ein Freizeitangebot: „Projekte wie der Nationalpark Radweg sind weit mehr als touristische Infrastruktur – sie sind ein echter Motor für die regionale Wertschöpfung. Wir stärken damit die Lebensqualität in der Region und schaffen ein nachhaltiges Angebot, das Naturerlebnis, Bewegung und regionale Wirtschaft sinnvoll verbindet.“
Passend dazu wurde die Strecke am Europa-Tag (9. Mai) eröffnet. Finanziert wird das neue Angebot im Rahmen des Interreg-Projekts „CrossEcoSys“ gemeinsam mit Partnern aus Österreich und Ungarn sowie mit Unterstützung der EU.
Wer den neuen Radweg nicht allein entdecken möchte, kann das schon bald gemeinsam mit Nationalpark-Rangern tun. Zwischen 12. und 20. Mai werden vier kostenlose geführte Radtouren auf Teilabschnitten des NP1 angeboten. Die zweistündigen Exkursionen geben Einblicke in die Tier- und Pflanzenwelt entlang der Strecke.
Für Erlebnisregionsmanager Patrik Hierner steht fest, dass der neue Rundkurs das touristische Profil der Region weiter schärfen wird: „Mit dem Nationalpark Radweg ist ein neues touristisches Vorzeigeprojekt entstanden, das das Burgenland als Radland Nummer 1 in Österreich weiter stärkt. Gleichzeitig verbindet die Route Naturerlebnis, Bewegung und regionale Kulinarik auf besondere Weise und schafft damit einen nachhaltigen Mehrwert für die gesamte Region.“




