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Burgenland: 44.400 gerettete Amphibien und Schutzzäune

Mit dem Beginn der Amphibienwanderung läuft im Burgenland wieder eine der größten Artenschutzaktionen des Landes. Entlang von Straßen werden derzeit 33 Amphibienstrecken betreut, um Frösche, Kröten, Molche und Salamander sicher zu ihren Laichgewässern zu bringen.
Landeshauptmann-Stellvertreterin Anja Haider-Wallner mit Infrastrukturlandesrat Heinrich Dorner.
Landeshauptmann-Stellvertreterin Anja Haider-Wallner mit Infrastrukturlandesrat Heinrich Dorner. © Landesmedienservice Burgenland

Im Vorjahr konnten bei der burgenländischen Artenschutzaktion rund 44.400 Amphibien gerettet werden – ermöglicht durch das Zusammenspiel von Freiwilligen, Naturschutzorganisationen und Landesstraßenverwaltung. Für die Koordination der Amphibienschutzaktion stellt das Land Burgenland jährlich rund 20.000 Euro aus dem Naturschutzbudget zur Verfügung. Diese Mittel kommen dem Verein der burgenländischen Naturschutzorgane (VBNO) zugute, der die Einsätze organisiert und begleitet.

Infrastrukturlandesrat Heinrich Dorner unterstreicht die Rolle der Straßenverwaltung: „Der Schutz der Artenvielfalt ist eine Gemeinschaftsaufgabe, bei der unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der ‚Bau und Betrieb Burgenland‘ eine tragende Rolle spielen. Mit einem jährlichen Aufwand von über 200.000 Euro und dem täglichen Einsatz unseres Streckendienstes leistet die Landesstraßenverwaltung den entscheidenden Beitrag, damit diese Rettungsaktion überhaupt in diesem Umfang möglich ist. Das ist gelebte Zusammenarbeit zwischen Infrastruktur und Naturschutz.“

Aufwendige Vorbereitung und tägliche Kontrollen

Seit 2021 wird die jährliche Amphibienschutzaktion als Projekt des Landschaftspflegefonds durchgeführt. Bereits im Herbst beginnen die Vorbereitungen für die kommende Saison. Der Aufbau der Schutzzäune erfolgt in der Regel zwischen Anfang und Mitte Februar – abhängig von der Witterung.

Entlang stark befahrener Straßen werden temporäre Schutzzäune errichtet, die Amphibien vom Überqueren der Fahrbahn abhalten. Zusätzlich werden in regelmäßigen Abständen Sammelkübel eingegraben. Bei ihrer Wanderung fallen die Tiere in diese Behälter und werden anschließend von Helfern sicher zu den Laichgewässern gebracht.

Insgesamt werden im Burgenland jährlich rund 24 Kilometer Schutzzäune auf- und abgebaut sowie gewartet. Der Streckendienst der Straßenbauabteilung kontrolliert die Anlagen täglich. An Werktagen leisten die Teams dabei rund 24 Mannstunden pro Tag, um die Kübel zu entleeren und die Wanderbewegungen zu dokumentieren.

146 Freiwillige im Einsatz

In der Saison 2025 waren 146 Freiwillige, darunter 46 ehrenamtliche Naturschutzorgane, im Einsatz. Dank ihrer Unterstützung konnten gemeinsam mit den Straßenmeistereien rund 44.400 Amphibien sicher über die Straßen gebracht werden.

„Diese beeindruckenden Zahlen zeigen, was durch professionelle Organisation und ehrenamtlichen Einsatz erreicht werden kann. Mein besonderer Dank gilt allen Helferinnen und Helfern, die bei Wind und Wetter unterwegs sind, um unsere heimischen Arten zu schützen. Das ist ein starkes Zeichen für den respektvollen Umgang mit unserer Natur“, so Landeshauptmann-Stellvertreterin und Naturschutzlandesrätin Anja Haider-Wallner.

Neu gemeldete Wanderstrecken werden laufend überprüft und – wenn möglich – in das bestehende Betreuungsnetz aufgenommen. Die Umsetzung erfolgt in enger Abstimmung mit der Landesleitung des Vereins der burgenländischen Naturschutzorgane.

Interessierte, die sich aktiv am Amphibienschutz beteiligen möchten, können sich direkt an den Verein der burgenländischen Naturschutzorgane wenden.

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